5. Etappe: Vom Chiemsee-Alpenland in die Bayerische Landeshauptstadt München

Endlich können wir aufatmen, der ausserordentliche Boxenstopp hat ein Ende, die Grenzen öffnen sich und ein jeder Reiselustiger wird von fiebriger Vorfreude gepackt. Jetzt heisst es Koffer packen und der aufgestauten Reiselust mit Leib und Seele frönen.

Aber wir lassen es langsam angehen. Zu schön ist die neugewonnene Ruhe, als dass wir uns gleich wieder ins Getümmel stürzen wollten. Der Pack Easy Zugvogel kennt die ideale Route zurück ins Entdecker leben und führt uns zu Beginn in die Bayerischen Alpen an den idyllischen Chiemsee.

Der drittgrösste See Deutschlands trägt nicht umsonst den Beinamen «Bayerisches Meer». Besonders in den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne das imposante Alpenpanorama beleuchtet und die Seeoberfläche noch spiegelglatt schimmert, werden echte Urlaubsgefühle geweckt. 

 

Wo Bayern am schönsten ist

Nicht nur an seinen Ufern, sondern auch auf dem Chiemsee gibt es einiges zu entdecken. Die drei Inseln der Gemeinde Chiemsee, so munkelt man, gehören zu den schönsten Fleckchen der ganzen Gegend. Die Herreninsel ist die grösste von ihnen. Auf dem autofreien Eiland pendeln im Sommer Pferdekutschen zwischen der Schiffsanlagestelle und dem Schloss Herrenchiemsee, das eine verkleinerte Kopie von Schloss Versailles darstellt und vom bayerischen König Ludwig II. erbaut wurde.

Daneben liegt die unbewohnte Krautinsel, auf der im Mittelalter Gemüse und Kräuter angebaut wurden und die heute im Sommer als Viehweide genutzt wird.

Die dritte Insel im Bunde ist die ganzjährig bewohnte, ebenfalls autofreie Fraueninsel und auf diesem Inselidyll wollen wir einen Moment verweilen.

 

Klosterinsel mit künstlerischem Flair

Die Fraueninsel gehört nämlich zu unseren Lieblingsorten im Münchner Umland. Hier wohnen rund 250 Menschen, vorwiegend Nonnen, Künstler und Fischer, die mit ihrer Lebensart und ihrem Handwerk zum aussergewöhnlichen Flair des historischen Eilands beitragen. Das Herzstück bildet das Benediktinerinnenkloster Frauenwörth mit seinem Wahrzeichen, dem freistehenden Glockenturm. Der 1.7 Kilometer lange Rundweg über die Insel führt durch den Klostergarten und vorbei an blumengeschmückten Häusern, dem Inselrathaus mit Walmdach, kleinen Kunstateliers, einer Inseltöpferei, einem Keramikatelier und drei idyllischen Wirtshäusern, die fangfrische Fischspezialitäten, wie die heimische Chiemsee Renke, anbieten.

 www.chiemsee-inseln.de

 

«Sundownen» bei Tag und Nacht

Bild: © www.sundownerbar.de

Zurück am Ufer sehnen wir uns danach, den vielen Eindrücken noch ein wenig nachzuhängen und den lauen Sommerabend mit einem kühlen Drink in der Hand ausklingen zu lassen. Dafür gibt es kein schöneres Plätzchen als die Sundowner Strandbar des Chiemgauhofs in Übersee. Auf dem Steg, am naturbelassenen Sandstrand, an der Bar oder auf den zahlreichen Holzdecks bieten sich genügend Liege- und Tummelflächen für gemütliches Beisammensein und Geniessen. Kerzen, Feuerschalen und Fackeln tauchen die Bar auch nach Sonnenuntergang in stimmungsvolles Licht und bilden die ideale Kulisse, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Und wer von dem traumhaften Ausblick nicht genug kriegen kann, der kann auch gleich im Chiemgauhof seine Zelte aufschlagen und am nächsten Morgen den Sonnenaufgang von der Terrasse aus bestaunen.

www.sundownerbar.de

 

Aus Alt mach Neu

Bild: © www.lieblingsteil.me

Nun verlassen wir aber den Chiemsee in Richtung Westen und halten nach einer kurzen Reise an neuen Ufern inne. Unweit des Simssees liegt eine verwunschene Jugendstilvilla, deren historische Erscheinung im gelungenen Kontrast zu den innovativen Ideen seiner Bewohnerin steht. Die Villa ist die Wirkungsstätte des Labels «Lieblingsteil Upcycling Fashion». Die Gründerin Gudrun Weber hat sich in ihrem entzückenden Atelier ganz dem Upcycling verschrieben. Ihre Leidenschaft sind hochwertige Materialien zu verarbeiten. Aus alten Lieblingsteilen erschafft sie neue und setzt damit voll auf Nachhaltigkeit. So wird beispielsweise aus einer alten Jeans ein Casual Dirndl, aus Reststoffen die passende Schürze dazu. Gudruns Einfallsreichtum und ihre Flexibilität waren es auch, die sie als eine der ersten in Bayern Mund- und Nasen-Maske aus Baumwolle und Leinen schneidern liess, die sowohl gespendet als auch verkauft wurden.  

www.lieblingsteil.me

 

Schlemmerhauptstadt München

Nun lassen wir die Berge und Seen aber hinter uns und folgen unserem Zugvogel ans Ziel unserer Reise. Die bayerische Landeshauptstadt München hat weit mehr zu bieten als über die Landesgrenzen gemeinhin bekannt. Denn neben dem alljährlichen Oktoberfest, dem historischen Rathaus mit seinem einzigartigen Glockenspiel und dem beliebten Marienplatz ist München vor allem eines: grün! Weitläufige Parks, blühende Gärten und prachtvolle Schlossanlagen wechseln sich mit lauschigen Biergärten ab und bilden unzählige kleine und grosse Oasen im emsigen Grossstadttreiben. Hier, unter hoffentlich weiss-blauem Himmel und schattenspendenden Kastanienbäumen, trifft sich Jung und Alt zum gemütlichen Beisammensein.

Die Biergarten-Tradition gehört zu München, wie der Eiffelturm nach Paris. Aber Münchens innovative Gastro-Szene überrascht immer wieder mit einzigartigen Konzepten.

 

Genuss von früh bis spät

Bild: ©  www.seitnerhof.de

Auf dem Seitner Hof in Pullach fühlt man sich gleich wie Zuhause. Der charmante Gutshof ist ein absoluter Geheimtipp unter waschechten Münchnern. Hier, vor den Toren der Stadt und fernab vom hektischen Grossstadtgeschehen, legt man gerne eine Pause ein. Besonders schön ist ein Sommerfrühstück auf der heimeligen Gartenterrasse. Dazu lädt der Seitner Hof nicht nur seine Übernachtungsgäste ein, sondern verwöhnt auf Voranmeldung auch Ausflügler mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet aus regionalen Bio-Köstlichkeiten.

 www.seitnerhof.de

 

Ahoi! Und auf zu neuen Abenteuern

Bild: © www.alte-utting.de

Langsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu. Zeit, das Erlebte noch einmal Revue passieren zu lassen und bei süssem Nichtstun von weiteren Abenteuern zu träumen. Und dafür gibt es in München keinen besseren Ort als die Alte Utting.

Der ehemalige Ausflugsdampfer beförderte in den 50ern unzählige Passagiere über den Ammersee, bis er im Jahre 2017 vor der Verschrottung verschont und zu einem einzigartigen Kulturtreffpunkt umgewandelt wurde. Heute liegt das imposante Schiff auf der Eisenbahnbrücke zwischen Grossmarkt und Schlachthof. Hier gibt es Live-Musik, gutes Essen, Kunst und Kultur in aussergewöhnlicher Atmosphäre – urban und weltenbummlerisch zugleich!

www.alte-utting.de