11. Destination: Südafrika – Naturparadies zwischen zwei Weltmeeren

Langsam neigt sich das Jahr 2020 seinem Ende zu, ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, nicht nur auf der Pandemie-Kurve. Der schmerzliche Verzicht auf die uneingeschränkte Mobilität führt uns deutlich vor Augen, welch zentralen Platz das Reisen in unseren Herzen einnimmt und wie bereichernd Begegnungen mit fremden Menschen und Kulturen für unsere Weiterentwicklung und unser Glück sind.
Begleiten wir also den Pack Easy Zugvogel auf seiner längsten und letzten Etappe in ein Land, das keine Wünsche offenlässt. Knapp 7'000 Kilometer segeln wir durch die Lüfte, über Wüsten, Savannen und Regenwälder, bevor die unverwechselbare Landschaft zwischen dem Atlantischen Ozean im Westen und dem Indischen Ozean im Südosten unser Reiseziel Südafrika ankündet.


Unberührtes Paradies am Indischen Ozean

Sehenswürdigkeiten und Naturschauspiele wie der Tafelberg, das Kap der Guten Hoffnung, Stellenbosch, bunte Townships oder Safari-Abenteuer stehen als Sinnbild für Südafrika. Das Land lebt von diesen Orten und ihrer magischen Anziehungskraft auf Reisende aus der ganzen Welt. Doch wir wollen noch ein Weilchen abseits der grossen Touristenpfade wandeln, denn auch in anderen Teilen Südafrikas warten echte Geheimtipps. Das Kosi Bay Naturreservat im Nordosten des Landes ist eines davon. Das Naturschutzgebiet umfasst Sümpfe und Seen, die von einer Reihe von Kanälen mit Salzwasser aus dem Indischen Ozean versorgt werden. Das einzigartige Klima im Reservat bietet unzähligen Vogelarten ein Zuhause, im glasklaren Wasser leben bunte, exotische Fische zwischen anmutigen Korallenriffen – ein wahres Paradies für Schnorchler und Ornithologen. Zur besten Reisezeit, also rund um den Jahreswechsel, lässt sich noch ein weiteres Naturschauspiel beobachten. An den Stränden von Bhanga Nek kriechen riesige Schildkröten zu ihren Nistplätzen am Strand, wo sie unberührt von neugierigen Blicken ihre Eier ablegen. Das Brüten übernimmt anschliessend die Sonnenwärme, bevor sich rund 60 Tage später die kleinen tapsigen Schildkröten ihren Weg durch den Strand ins Wasser bahnen.

 

Traumstrände, soweit das Auge reicht

Aber nicht nur an den Stränden im KwaZulu-Natal mischen sich tierische unter die menschlichen Sonnenanbeter. Der Boulders Beach in Simon’s Town beheimatet beispielsweise über 3000 Brillenpinguine, am Dolphin Beach erhascht man, wie der Name schon vermuten lässt, zwischen Surfern und Badegästen immer wieder einen Blick auf springende Delfine und der Weg zum Strandabschnitt «The Island» im Robberg Naturreservat, führt vorbei an einer Robbenkolonie.

Egal ob am Indischen Ozean oder am Atlantik, in Südafrika reiht sich Traumstrand an Traumstrand, zurück bleibt die Qual der Wahl. Muizenberg gehört zu den beliebtesten Badestränden, den schönsten Blick auf den Tafelberg bietet der Bloubergstrand, die Reichen und Schönen tummeln sich in Camps Bay, Grotto Beach gehört zu den saubersten Stränden, Chintsa Beach wird zum Rückzugsort für Ruhesuchende und die Windsurfer tummeln sich mit den Delphinen am Dolphin Beach in der Jeffreys Bay.

Wir haben noch eine weitere Perle entdeckt, den Humewood Beach, der gleich neben dem Surferparadies liegt und ebenfalls zu den Stränden vor Port Elizabeth gehört. Hier verbringen die Menschen aus der Stadt ihre Feierabende, singen, tanzen, essen und geniessen den Blick auf die untergehende Sonne.

  

Malerische Panoramastrasse

Port Elizabeth wird auch «The Windy City» genannt und ist eine Industriestadt an der Südostküste des Landes. Besser bekannt ist die Stadt am Indischen Ozean aber als Ziel oder Ausgangspunkt der malerischen Garden Route. Die Panoramastrasse führt durch eine schier endlose Fülle an Landschaften bis in die Stadt Mossel Bay vor den Toren Kapstadts. Sanfte Hügelketten, felsige Küstenabschnitte, Urwälder und endlose Wüstensteppen versetzen Reisende regelmässig ins Staunen.

Doch nicht nur der Ausblick über das Land ist gigantisch, die riesigen Naturreservate laden auch zu Spaziergängen, Kanu-Trips, Whalewatching oder Mountainbike-Touren ein. Zu den schönsten Orten auf der Garden Route gehört der Tsitsikamma Nationalpark, ein Stück unberührter Wildnis mit tiefen Schluchten, einer undurchdringlichen Vegetation und rauen Winden. Dort befindet sich die knapp 65 Jahre alte und 192 m lange Storms River Hängebrücke, die über den gleichnamigen Fluss führt. Ein Vorreiter der meisterhaften Ingenieurskunst, doch ein kleines bisschen mulmig wird uns schon auf der wackeligen Konstruktion. Ein weiteres Highlight im Tsitsikamma Park ist der 800 Jahre alte Yellowwood-Baum genannt «Big Tree», mit seinen 8,5 Metern Durchmesser und 27 Metern Höhe ein gigantisches Meisterwerk der Natur.

Zu den beliebtesten Küstenstädtchen auf der Garden Route gehören Knysna und Plettenberg Bay. Sie bieten alles, was das Urlauberherz höherschlagen lässt. Breite Sandstrände, Märkte für traditionelle Handwerkskunst, lauschige Restaurants und kurvige Küstenpfade für idyllische Strandspaziergänge.

Kurz vor unserem Reiseziel Mossel Bay erlauben wir uns einen Abstecher in die Winelands rundum Stellenbosch und Franschhoek. Die edlen Tropfen dieser beiden Traditionshäuser sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Doch auch die kleineren Weingüter bieten Verköstigungen an und begleiten ihre Weine mit exquisiten Speisen. Wer verweilen möchte, dem bietet sich eine riesige Auswahl an romantischen Hideaways umgeben von Rebbergen und Lavendelfeldern.

  

Glamping zwischen Elefanten und Affenbrotbäumen

Nach so vielen Eindrücken sehnen wir uns nach einer Auszeit jenseits der umtriebigen Städte und Strassen. Wir wollen Südafrika hautnah erleben und uns dabei trotzdem rundherum verwöhnt wissen. Glamping bietet uns diese einzigartige Möglichkeit, der Natur unvergleichlich nah zu sein und gleichzeitig stilvoll zu geniessen. Die Safari Lodges in Afrika waren die Vorreiter des Phänomens Glamping, das Camping meisterhaft mit Luxus und Glamour vereint.

Ein wunderbares Beispiel dafür ist die Sanctuary Makanyane Safari Lodge im Madikwe Naturreservat im Nordwesten des Landes. Eine Oase der Ruhe, in der Elefanten, Nashörner, Giraffen, Löwen und andere Raubtiere zu beobachten sind. Wer möchte, verbringt eine romantische Nacht unter dem Sternenhimmel Südafrikas und lässt sich mit einem köstlichen Frühstück verwöhnen.

Im Süden liegt ein weiterer Geheimtipp unter Safari-Begeisterten. Das Gorah Elephant Camp im Addo National Park liegt ausserhalb von Port Elizabeth und lässt sich ideal mit der Garden Route kombinieren. Das Camp liegt nur unweit einer kleinen Wasserstelle, an der sich Elefanten und Löwen ungeachtet ihrer zweibeinigen Zuschauer ihren Wasserspielen hingeben. Erfahrene Guides führen Besucher per Jeep oder auch zu Fuss noch näher an die Wildtiere ran und lassen jede Safari zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Apropos Luxus und Glamour, der Pack Easy Swiss Made Weekender ist ein stilvoller, treuer Begleiter, für den Road Trip oder auch in der Steppe Afrikas.

https://www.sanctuaryretreats.com/luxury-safari-south-africa-makanyane

 

Kapstadt – Stadt der Kontraste

Zu den grössten Städten Südafrikas gehören Johannesburg und Kapstadt, aber welches ist denn nun die Hauptstadt? Das ist eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Der Regierungssitz liegt nämlich in Pretoria, das Gericht befindet sich in Bloemfontein und das Parlament sitzt in Kapstadt. Südafrika hat folglich nicht nur eine, sondern gleich drei Hauptstädte, die um Bekanntheit und Besucher buhlen. Die beliebteste Stadt und eine der schönsten der Welt bleibt aber Kapstadt. Hier, zwischen Atlantik und Tafelberg, prallen atemberaubende Landschaften, historische Stätten, köstliche Leckereien, edle Tropfen und unvergessliche Abenteuer aufeinander.

Wer durch das Zentrum von Kapstadt schlendert, spaziert vorbei an viktorianischen Stadthäusern, modernen Wolkenkratzern, hippen Cafés und Strassenmärkten. Und immer mal wieder erinnert ein Denkmal, ein Strassen- oder Gebäudename an Nelson Mandela. Viele Jahre wurde der Freiheitskämpfer auf Robben Island gefangen gehalten. Heute steht die ehemalige Gefängnisinsel auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO, und Mandelas Kampf gegen die Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit gilt als Wegbereiter für das friedliche Ende der Apartheid. Wer tiefer in die dunkle Geschichte der Apartheid eintauchen will, lässt sich auf einer Führung durch die ehemalige Haftanstalt in die düsteren Geheimnisse der Insel einweihen.

Ein schöner Kontrast zu der finsteren Vergangenheit bietet ein Bummel durch den Stadtteil Bo-Kaap. Das historische Viertel verbreitet mit seinen grellbunt gestrichenen Häusern sofort gute Laune. Ausgelassene Stimmung herrscht auch im betriebsamen Hafenviertel Victoria & Alfred Waterfront. Zwischen Shops und Restaurants präsentieren Strassenkünstler ihr Können, Segelyachten, Ausflugs- und Fischerboote laufen im Hafen ein und aus, und dazwischen tummeln sich Menschen aller Abstammung. Dort liegt auch das MOCAA Museum, 'Zeitz MOCAA' genannt. Der Besuch von Afrikas grösstem und spektakulärstem Museum der Gegenwartskunst ist ein Muss für Architekturliebhaber. Wer sich für das imposante Gebäude und die darin ausgestellte afrikanische Kunst interessiert, zieht seinen Aufenthalt am besten ein bisschen in die Länge. Das fabelhafte Silo Hotel liegt direkt über dem Museum, in der Rooftop-Bar gibt es die besten Sundowner-Drinks mit unglaublichem Panorama über Kapstadt.

 

Afrikanische Kultur

Masken, Skulpturen oder Schmuck aus Holz und Steinen sind beliebte Sammelobjekte bei Kunstliebhabern und Touristen. Wer wirklich authentische und in Afrika gefertigte Kunst erwerben möchte, muss vor allem auf Flohmärkten und Strassenständen genauer hinschauen, denn hier wird häufig Massenware aus China angeboten. Hochwertige afrikanische Handwerkskunst gibt es dagegen auf dem Craft Market an der Waterfront, ein echtes Highlight für Sammler und Kunstliebhaber.

Auch kulinarisch hat Kapstadt einiges zu bieten. Die Kloof Street gehört zu den angesagtesten Ausgehmeilen mit wunderschönen viktorianischen Gebäuden und charmanten Strassencafés. Besonders angetan sind wir vom Kloof Street House, das herrschaftliche Gebäude verzaubert mit viktorianischem Dekor, frischen und hübsch angerichteten Speisen, bunten Cocktails und live Jazz-Musik. Wie im Märchen fühlen sich Besucher in der Bar Asoka, wo man auf bunten Sitzkissen unter Feenlichtern gemütlich schlemmen kann. Die südafrikanische Küche ist vielseitig, enthält viel Fleisch und Gemüse und steht unter dem Einfluss indischer und asiatischer Aromen.

Was gibt es Schöneres, als den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück zu beginnen? Für den besten Kaffee und die leckersten Törtchen der Stadt pilgern Einheimische und Besucher nach Camps Bay. Im wunderschönen Café La Belle sitzt man auf einer kleinen Anhöhe mit sagenhaftem Ausblick über das Meer.

 https://www.kloofstreethouse.co.za/

 https://www.labellecampsbay.co.za/

  

Von heimtückischen Klippen und fliegenden Holländern

Frisch gestärkt begeben wir uns auf den Weg zum letzten Highlight unserer Reise. Das Kap der Guten Hoffnung ist ein sagenumwobener Ort, viele Matrosen sollen hier verschwunden sein, viele Schiffe an den heimtückischen Klippen gekentert. Das Berühmteste ist wohl das legendäre Geisterschiff «Flying Dutchman», dessen niederländischer Kapitän schwor, das Kap der Guten Hoffnung auch bei Sturm zu umschiffen und sonst bis zum Jüngsten Tag weiter zu segeln. Er scheitert, und treibt seither als Legende sein Unwesen. Über 3000 Schiffwracks sollen hier auf dem Meeresboden liegen, wer den Shipwreck Trail durch die rauen Felsen wagt, kann sogar das eine oder andere auf Grund gelaufene Wrack erkennen.

Oft wird das Kap als südlichster Punkt Afrikas bezeichnet, doch diese Ehre gebührt dem etwas weiter östlich liegenden Cape Alguhas, das nicht nur den südlichsten Punkt darstellt, sondern vielerorts auch als offizielle Trennungslinie zwischen Indischem und Atlantischem Ozean gilt.

Das Kap der Guten Hoffnung trägt aber auch den Beinamen «Ende der Welt» und wir können uns keinen passenderen und schöneren Ort für das Ende unserer Reise gen Süden vorstellen. Wir haben viel gesehen, gelernt und erlebt. Wir haben unsere Route dem ungewöhnlichen Reisejahr angepasst, haben nach Rückzugsorten gesucht, die Maske übergestreift und den Berichten unseres Zugvogels gelauscht. Virtuell, gedanklich oder bald wieder real, das Reisen ist und bleibt eine Bereicherung für uns alle, die wir auf die bestmögliche Art auch im nächsten Jahr weiterführen werden.

 

Sicher unterwegs mit dem Maskenset FeelSafe von Pack Easy